Ambulante Hilfe

30.07.2012 – Ambulante Hilfe für krebskranke Kinder

Kindern ohne Hoffnung auf ein langes Leben die schwere Zeit zu erleichtern. Das ist jetzt dank einer Spende besser möglich.

Vor rund einem Jahr saßen Mediziner und Vertreter des Verein „Wir helfen“, unter ihnen Dr. Ingmar Hornke, erstmals zusammen am Tisch und brüteten über einem Problem» Einem Viertel der an Krebs erkrankten Kinder sein nicht zu heilen, und von diesen könne nur die Hälfte zu Hause in der vertrauten Umgebung im Kreise der Familie sterben, obwohl dies meist sehnlichster Wunsch der Kinder und ihrer Eltern sei, legten die Fachleute dar.

 

Palliativteam SüdhessenDas Problem»
Im Gegensatz zu dem für Eltern gibt es kein ambulantes Palliativteam für Kinder. Diesen Missstand wollten die Akteure ändern und waren mit dem Hilfsverein Usinger Land seit langem in Kontakt. Dieser unterstützt die Kinderkrebsstationen der Krankenhäuser in Frankfurt und Gießen.

Eine Wunschliste lag damals auf dem Tisch, um die materiellen und strukturellen Voraussetzungen für ein einsatzfähiges mobiles Palliativteam zu schaffen, und auf der standen auch „zwei Autos, untere Mittelklasse mit Navigationssystem“. Jetzt stand Hornke auf dem Hof der Firma Alfred Fröhlich und nahm eine nagelneues Auto in Empfang. Die Spenden, die der Verein „Wir helfen“ zusammengetragen hatte, machten es möglich.

25 800 Euro hat das Fahrzeug mit Sonderausstattung gekostet. Zusammengekommen war das Geld aus privaten Zuwendungen nach runden Geburtstagen oder Trauerfällen, dem Erlös des Hoffests in Gemünden, Spenden der Rheinberger-Stiftung, des Gesangvereins Walter von der Vogelweide Usingen, der Getränkefirma Garth in Usingen, aus dem Budget des Hilfsvereins und sonstigen Spenden. Die Beschriftung hat die Firma Fröhlich beigesteuert, wo das Fahrzeug jetzt fix und fertig in Dienst genommen wurde.

Mit ihm und einem weiteren schon einsatzbereiten Fahrzeug ist das neu eingerichtete Palliativteam nun voll einsatzfähig und kann die betroffenen Kinder mit dem schweren Los im Bereich Südhessen, der dem Regierungsbezirk Darmstadt entspricht, regelmäßig und in Notfällen versorgen. Dafür sind Spezialisten für Kinderpalliativmedizin notwendig, da sich die Versorgung von Kindern erheblich von jener der Erwachsenen, wo es eine solche ambulante Versorgung bereits gibt, unterscheidet.

Foto und Artikel von Frank Saltenberger aus der Frankfurter Neue Presse

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