Gala des Hilfsvereins 2014

Ein Dank für die Helfer

Für die große Wir-helfen-Gala musste sich die Mensa der Christian-Wirth-Schule erstmals mit dem neuen Anbau als Stadthalle bewähren. Dass sich die Gäste in der „guten Stube“ wohl fühlten, war nicht zu übersehen.
Artikel 10_11_2014
                   150 Ehrenamtliche waren für Gala und Seniorennachmittag im Einsatz. Dafür
                   gibt es mit der „Allee der Anerkennung“ eine schöne Geste und viel Applaus.
                   Fotos: Saltenberger
Usingen. Premiere: Seit 24 Jahren lädt der Hilfsverein im Usinger Land „Wir helfen“ zur großen Benefizgala ein, aber zum ersten Mal nutzte er dazu die „neue Usinger Stadthalle“. Diese Funktion hat die Mensa der Christian-Wirth-Schule übernommen und hatte damit Premiere. Wie Schirmherr Bürgermeister Steffen Wernard (CDU) sagte, wurde der Neubau erstmals für ein Großereignis genutzt.Ebenfalls zum ersten Mal musste sich dazu auch der Vereinsanbau bewähren – und zwar als Schlafraffenland. Dort war das gigantische Drei-Gänge-Menü aufgebaut, das so üppig war, dass es die 360 Gäste im Saal nicht aufessen konnten.Gleich nach dem Einmarsch des Vereinsvorstands auf die Bühne und der Begrüßung durch die Vereinsvorsitzende Heike Anders gab der Moderator des Abends, Christian Konieczny, das Büfett frei – und genauso schnell bildeten sich eine lange Schlange, die durch den Verbindungsgang bis in den Saal hinein reichte.Aber das Anstehen lohnte sich, denn allein das Vorspeisenbüfett breitete sich auf einer rund 20 Quadratmetern großen Tafel aus. Hinter Warmhaltepfannen und Soßenschüsseln standen die Taunus-Köche, die es kreiert hatten. Das Dessertbüfett wurde ergänzt und bereichert durch das Usinger Eiscafé Bauer, das mit einem dekorativen Eisverkäuferwagen ebenfalls keinen Mangel an Kundschaft hatte.

10 000 Euro Spenden

Das Büfett im Vereinsraum war ein gefragter Treffpunkt des Abends, ein anderer die Bühne und die Fläche davor. Die Band „Gipfelstürmer“ ist nicht aus dem Programm der Gala wegzudenken. Schon beim Essen unterhielt „die Hausband“ des Vereins wie Heike Anders betonte, die Gäste, zuerst mit angezogener Handbremse, die sie mit einem ersten Showblock löste. Es dauerte nicht lange, bis die ersten Pärchen die Tanzfläche nutzten. Zuvor fand dort noch ein zentraler Programmpunkt statt: Heike Anders stellte den Verein und seine Arbeit vor und bat dann zehn Vertreter aus medizinischen und sozialen Einrichtungen zur Spendenausschüttung auf die Bühne. Rund 10 000 Euro wechselten den Besitzer, knapp 70 000 Euro Hilfe wurden bereits im Jahresverlauf geleistet. Eine stolze Summe.

Möglich wurde das durch Spendeneinnahmen des Vereins und die Mitgliedsbeiträge von 5000 Euro. An dieser Zahl könne man noch arbeiten, meinte Anders und warb an Ort und Stelle noch für eine Mitgliedschaft. Kreisbeigeordnete Susanne Eichhorn (CDU), die in Vertretung von Landrat Ulrich Krebs die Grüße des Hochtaunuskreises überbrachte, erklärte spontan ihren Beitritt.

Der Hilfsverein kann nur helfen durch das Engagement seines Vorstandes – und gerade bei der Gala ist er seinerseits auf viele helfende Hände angewiesen. Allein die Gala und der Seniorennachmittag der Stadt Usingen waren nur durch die Hilfe von rund 150 Ehrenamtlichen möglich. Um dieses Engagement herauszustellen, hatten sich die Veranstalter etwas besonderes einfallen lassen. Sie hatten eine „Allee der Anerkennung“ inszeniert: Unter einem Transparent marschierten die Helfer durch ein Spalier der Spendenempfänger ein und wurden mit Applaus des Publikums geehrt.

Moderator Christian Konieczny streute zwischen den Programmpunkten immer wieder Witze ein. Kalauer mit trockenen Pointen, die saßen. Auch wenn er damit kokettierte, keine Witze erzählen zu können. Und er kann noch mehr: „Konny“, wie er genannt wird, trainiert zusammen mit Susann Lehninger und Mario Radlinger eine aus dem Usinger TSC und dem Frankfurter Kreis fusionierte Lateinformation. Die strebt im kommenden Jahr den Aufstieg in die 2. Bundesliga an. Dass sie das Potenzial dazu hat, zeigte sie dann auch mit einer glamourösen Choreografie zu Musik von Lionel Richie.

Ihr Können zeigten dann die Alphornbläser „Aerophon Laubach“ mit ihren langen Blasinstrumenten und einem musikalischen Intermezzo, bevor „Die Schäfer“ als Hauptattraktion barfuß auf die Bühne kamen. Sie treten nicht nur schuhlos auf, sondern auch in volkstümlichen und altertümlich anmutenden Kostümen, mit Akkordeon, Gitarre und einem Gesangsduo. Singen können alle vier und sie verstanden es, mit volkstümlichen Melodien und Schlagern das Publikum aus dem Usinger Land zu begeistern. Das Finale mit allen Künstlern schloss das Programm ab, viele Gäste blieben noch zum Tanz, andere zogen mit Gewinnen der Tombola nach Hause.

Name gesucht

Die „Stadthalle“, für die der Bürgermeister noch einen Namen sucht, hatte sich bewährt, zusammen mit der Dekoration war sie ein fantastischer Rahmen für die Gala, die ihrer 25. Auflage im kommenden Jahr entgegensieht.

Quelle: TaunusZeitung vom 10.11.2014
Text und Foto: Frank Saltenberger 


 

Plakat Gala 2014

Advertisements
Hinterlasse einen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s