Hommage an „Wir helfen“

16.03.2015 – 25 Jahre Hilfe im und aus dem Usinger Land: Der Hilfsverein „Wir helfen“ würdigte in einer akademischen Feier mit Unterhaltungsprogramm das Engagement vieler Unterstützer aus den eigenen Reihen und dankte für das breite Engagement von außen.

2015_03_16Schon 25 Jahre dabei: Reinhold Krieger, Heike Anders, Heinz Zeller und Erhard Schubert (von links) gehören zu den Gründungsmitgliedern des Hilfsvereins

„In diesem Verein muss man einfach Mitglied sein“, brachte es Landtagsabgeordnete Elke Barth (SPD) in ihrem Grußwort auf den Punkt. Aber wem sagte sie das, die meisten der Gäste, die ihr zuhörten, waren schon Mitglied aus Überzeugung. Zugleich saßen vier im Auditorium, die sind es schon seit einem Vierteljahrhundert dabei, denn sie haben den Verein damals aus der Taufe gehoben: Heinz Zeller, Reinhold Krieger, Erhard Schubert und Heike Anders. Heinz Zeller ist nicht mehr im Usinger Land zu Hause, hält „Wir helfen“ aber immer noch die Treue. Die drei anderen sind noch genau so motiviert am Werk, wie vor 25 Jahren.

Heike Anders ist schon seit über zehn Jahren erste Vorsitzende und war von der ersten Stunde an zweite Vorsitzende. Außer dem Trio gehören seit Jahren zum engsten Kreis der Aktiven Heidelore Wehner, Bärbel und Friedel Wörner, Thomas Wick, Klaus Hübner und als zweiter Vorsitzender Günther Klärner.

Die genannten bilden den amtierenden Vorstand. Der kann aber nur schalten und walten, wenn er seinerseits auf ein Netzwerk von Helfern zurückgreifen kann.

„Der Name ist Programm“, sagte der Landtagsabgeordnete Holger Bellino und stellte fest, dass es eine Ausnahme ist, dass ein Verein keinen anderen Zweck hat, als zu helfen. „Wir sind stolz, gerade einen solchen Verein in unseren Reihen zu haben“, freute sich deshalb auch Bernhard Müller, Vorsitzender des Vereinsrings Usingen.

Aber die Wurzeln des Hilfsvereins durchdringen das gesamten Usinger Land und greifen darüber hinaus in der Nachbarschaft des Altkreises Usingen oder, wie es Dr. Ingmar Hornke formulierte: „Wir helfen ist ein regionaler Verein mit überregionaler Wirkung.“

Hornke hat das Kinderpalliativ-Team Südhessen aufgebaut und wurde dabei von der ersten Minute an von „Wir helfen“ unterstützt. Es schien, als habe der Kinder-Mediziner auf eine passende Gelegenheit gelauert, dem Verein in einem besonderen Rahmen für diese Unterstützung zu danken.

Neben erheblicher finanzieller Unterstützung habe der Verein auch seine Einflussmöglichkeiten genutzt, um politische Unterstützer zu gewinnen, sagte Hornke mit Blick auf die anwesenden Landespolitiker. So sei ausgehend von Südhessen in Hessen als erstem Bundesland inzwischen eine flächendeckende ambulante Betreuung todkranker Kinder aufgebaut worden.

„Sie haben aber auch von der ersten Minute an kritisch nachgefragt, sich nach Konzepten erkundigt und dann den Mut gehabt, die Initiative nachhaltig zu unterstützen“, sagte Hornke.

Im Wir-helfen-Vorstand ist vor allem Erhard Schubert mit einem Gespür dafür ausgestattet, wo Hilfe gebraucht wird. Die Station 32.4 der Frankfurter Klinik war von Anfang an seine Herzensangelegenheit, und so hat „Wir helfen“ seit seinem Bestehen den „Elternverein Frankfurt“ unterstützt, der seinerseits die Kinderkrebsstation, den Eltern der kleinen Patienten und ihren Geschwistern die schwere Zeit etwas erträglicher zu machen versucht.

Für den Elternverein Frankfurt überbrachte Karin Reinhold-Kranz Glückwünsche zum Jubiläum.

Dass der Hilfsverein selbst auch auf Helfer angewiesen ist, brachte die Vorsitzende Heike Anders gleich mehrfach zum Ausdruck. Dazu zählen die Bürgermeister der Usinger Land Kommunen, die durch Usingens Bürgermeister Steffen Wernard repräsentiert wurden, Landrat Ulrich Krebs, sowie sein Amtsvorgänger Jürgen Banzer (alle CDU), der ebenfalls zur Feier gekommen war.

Auch Landrat Krebs und Bürgermeister Wernard würdigten in ihren Grußworten die Verdienste des Hilfsvereins, ebenfalls nicht ohne Stolz, dass das Helfen im Usinger Land so viele engagierte Kräfte vereint.

Dabei sei Helfen eine „natürliche“ und vor allem „vernünftige“ Erfindung der Evolution und habe seinen Ursprung im gegenseitigen ablausen der Menschenaffen. Das stellte Professor Dr. Horst Seibert in einem humorvollen und hintergründigen Grußwort dar und sprach dabei besonders für den Weilroder Ortsteil Gemünden, wo „Wir helfen“ in den örtlichen Vereinen auf eine breite Hilfstruppe setzen kann.

Nicht zuletzt durch den Rückhalt in den Usinger Vereinen und vieler ehrenamtlicher Helfer, Spender und Sponsoren im gesamten Usinger Land war keinem der Gäste Bange, dass „Wir helfen“ auch für die nächsten 25 Jahre bestens aufgestellt ist.

Quelle: TaunusZeitung
Foto und Text: Frank Saltenberger

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